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Freisprechung als Brücke zwischen Tradition und Zukunft
Von rechts: Obermeister Anton Schiller, Oberstudiendirektor. Andreas Loibl, Geschäftsführerin Agnes Birnböck, stellvertretender Landrat Andreas Eckl und Präsident Peter Aicher mit den Junggesellinnen und Junggesellen.
Quelle: Karolin Fuchs
Die Schreiner-Innung Regen und die Zimmerer-Innung Regen-Viechtach-Grafenau feierten gemeinsam ihre neuen Junggesellinnen und Junggesellen. Die feierliche Freisprechungsfeier, die wieder im Burgstadl in Linden stattfand, verabschiedete die erfolgreichen Auszubildenden in den Kreis der Junggesellinnen und Junggesellen. Gemeinsam mit Familien, Freunden, Ausbildern, Lehrkräften sowie zahlreichen Ehrengästen wurde der erfolgreiche Abschluss der Ausbildung gefeiert.
Schreinerobermeister Michael Hölzl begrüßte die Absolventen, deren Familien, Ausbilder, Lehrkräfte sowie zahlreiche Ehrengäste. Er bezeichnete die Freisprechung als einen besonderen Meilenstein im Leben eines Handwerkers. Der Gesellenbrief stehe für Fleiß, Ausdauer, Engagement und die Bereitschaft zur ständigen Weiterentwicklung. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels seien qualifizierte Handwerker wichtiger denn je. Sein Dank galt den Familien, den Ausbildungsbetrieben, den Lehrkräften, dem Prüfungsausschuss, der Geschäftsführerin Agnes Birnböck, den Sponsoren, der Familie Hollmayr für die Bereitstellung des Burgstadls, der Feuerwehr Linden für die Bewirtung sowie Musiker Andreas Hastreiter.
Der stellvertretende Landrat Andreas Eckl gratulierte den Absolventen und hob hervor, dass Fehler zum Lernen gehören und Qualität wieder einen hohen Stellenwert genieße. Auch Bürgermeister Markus Weiß sowie der Schulleiter der Berufsschule Regen, Herr Oberstudiendirektor Andreas Loibl, beglückwünschten die Junggesellen und warben dafür, sich kontinuierlich weiterzubilden.
Festredner Peter Aicher, Präsident des Landesinnungsverbandes des Bayerischen Zimmererhandwerks und Vorsitzender von Holzbau Deutschland, stellte den Werkstoff Holz als „Baustoff der Zukunft“ in den Mittelpunkt. Nachhaltigkeit, moderne Technik und hervorragende Zukunftsaussichten machten die Berufe des Schreiners und Zimmerers attraktiv. Er verwies auf den steigenden Frauenanteil sowie die wachsende Bedeutung des Holzbaus.
Anton Schiller; Obermeister der Zimmerer-Innung, erinnerte daran, dass Fehler wichtige Erfahrungen seien. Schreiner und Zimmerer verbinde weit mehr als der Werkstoff Holz: Beide schafften bleibende Werte. Neben fachlichem Können seien Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit, Respekt und Fairness entscheidende Eigenschaften eines guten Handwerkers.
Den Höhepunkt des Abends bildete anschließend die traditionelle Freisprechung. Mit den Worten „Nach altem Handwerksbrauch werde ich euch nun vom Lehrling zum Gesellen freisprechen“ erhob Anton Schiller sechs Schreiner und zehn Zimmerer offiziell in den Gesellenstand. Anschließend erhielten die Absolventen unter großem Applaus ihre Gesellenbriefe. Prüfungsbeste bei den Zimmerern wurde Frau Tamara Tanne (Ausbildungsbetrieb Zimmerei-Holzbau Suttner, GmbH&Co.KG, Haselbach), Zweitbester Herr Fips Unger (Ausbildungsbetrieb Holzbau Jaki GmbH&Co. KG, Patersdorf).
Stellvertretend für alle Absolventen dankten Frau Corinna Obermeier und Herr Sebastian Ruh ihren Lehrkräften, Ausbildungsbetrieben, Mitschülern sowie Familien und Freunden. Die Ausbildung habe sie fachlich und persönlich geprägt und ihnen Werte vermittelt, die weit über den Beruf hinausreichen. Zum Abschluss bedankte sich Zimmererobermeister Anton Schiller bei allen Mitwirkenden und verabschiedete die neuen Gesellinnen und Gesellen mit den besten Wünschen für den weiteren beruflichen und privaten Lebensweg.